Prüfung der Wache der FF Ohe

Am Donnerstag, den 12. Juni 2014, wurde während der Feuerwehrausschussitzung der Antrag zur Prüfung des Oher Gerätehauses abgelehnt.

Die FDP hatte diesen Antrag aufgrund des Feuerwehrbedarfsplans, der Erkenntnisse von Firma Forplan und der Informationen bzw. Kritiken durch die Feuerwehrunfallkasse (HFUK) gestellt. Entsprechend dieser Dokumente liegen „Gefahren für die Feuerwehrangehörigen“ (HFUK Bericht) bzw. „genügt das Gerätehaus in wesentlichen Punkten und in gefahrbringender Weise nicht den Regeln der Technik“ (Entwurf Feuerwehrbedarfsplan der Firma Forplan). Diese Missstände werden auch seitens der Gemeindewehrführung im Feuerwehrbedarfsplan beschrieben.
Auf Grund eben dieser Unterlagen wurde der Prüfungsantrag seitens der übrigen politischen Vertreter abgelehnt; und auch wenn diese Begründung für den einen oder anderen merkwürdig klingt, ist es aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbar. Es wurde gerade erst der Neubau des Gerätehauses für die Kameraden und Kameradinnen der FF Reinbek beschlossen, ein Prüfungsauftrag zur wiederholten Feststellung der bekannten Mängel würde die Gefahr in sich tragen, das Projekt der FF Reinbek zu verzögern. Und jede weitere Verzögerung würde zu Lasten des Brandschutzes in dem gesamten Stadtgebiet Reinbek führen.

Aber auch wenn wir dies verstehen, müssen wir als Feuerwehr und besonders als Wehrführer der Verantwortung, die wir gegenüber unseren Einwohnern, aber auch gegenüber unseren Kameradinnen und Kameraden haben, nachkommen und auf Missstände aufmerksam machen.

Einen Groll oder eine mögliche Missstimmung zwischen Feuerwehr und Politik gibt es durch dieses Abstimmungsergebnis sicher nicht. Viele Kommentare der politischen Vertreter im Ausschuss ließen klar erkennen, dass sie das Problem durchaus erkannt haben und nicht totschweigen wollen, sondern erstmal ein Feuerwehrprojekt beenden oder zumindest auf den Weg bringen wollen, bevor sie das nächste starten. Und um weiterhin eine neutrale Rolle in den Gesprächen einnehmen zu können, möchten wir uns hier noch einmal für die Arbeit aller Politiker bedanken; bei der FDP für die Weitsicht, die sie mit der Antragsstellung bewiesen haben, aber auch bei allen anderen, die gezeigt haben, dass sie sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst sind, aber erstmal eine Baustelle schließen wollen, bevor sie die nächste öffnen.